Die Seite der stolzen Pferde die Kraft und Anmut miteinander vereinen.
  Private Studie
 

Hier möchte ich gerne aufschreiben, wie ich so die Dinge sehe, die Herde beobachte, wie die Fohlen aufwachsen, wie die Charaktäre der Mütter die Fohlen beeinflussen, und deren Fohlen usw.

Ich finde es ist ein sehr interesantes Thema, es gibt ja genug Bücher darüber, obwohl ich in vielen nicht das finde, was ich oft selber beobachte. Vieleicht kann es ja manchem bei seiner Arbeit, oder seinen Pferden helfen.
Private Studie heist es deswegen, weil es ja nichts ofizielles ist.
Teilweise sind es auch einfach nur Beobachtungen, Dinge die mir auffallen, die nicht alltäglich sind.
Aber vieleicht denkt ja mancher, das habe ich auch schon gesehen, das ist bei uns auch so, aber warum? Nur leider weis ich auch oft die Antwort darauf nicht....

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Die Herde.

Von vielen Leuten höre ich immer wie schwer es ist ein neues Pferd in die Herde integriert zu bekommen, ich muß sagen ich kann das bei meinen Pferde nicht behaupten.
Man hört Horror Geschichten von durch die Zäune getriebenen Pferden, bis zu schwersten Schlagverletzungen.
Ich habe eine große Stutenherde mit einem Wallach, der in seiner kleinen Offenstallherde der Chef ist. Wenn alle dann zusammen, also auch die Boxenpferde mit drausen sind, sind Jasmin udn leonie die Cheffinnen,, die das auch suverän übernehmen.
Wenn allerdings ein neues Pferd in die Herde kommt, wird Tieger vorgeschickt, der muß kurz begutachten, der legt dann kurz die Ohren, schickt das neue Pferd eine Runde über die Koppel, gefolgt von der Herde, und dann ist die Sache erledigt. Das neue Pferd darf zwar noch nicht mit in der herde grasen, wird aber am Rand der Gruppe geduldet. Ob Jungpferd, Stute mit Fohlen, oder erwachsene Stute, es klappt.

Ich glaube das wenn ich Tieger aus der Herde nehmen würde, die ruhige Führung von ihm fehlen würde, und es dann Schwierigkeiten in einer reinen Stutenherde gibt. Aber das ist meine eigene Meinung.



Was mich verblüfft bei meinen Stuten, ist das sich die Zuchtstuten von den Farben der Fohlen irritieren lassen. Wenn Fohlen zu den Stuten kommen, die die selbe Farbe haben wie ihr eigenes, dürfen die sogar so dreist sein und saufen. Obwohl sie nicht ihr eigenes sind. Kommt ein andersfarbiges Fohlen in die Nähe des Euters, wird das energisch vertrieben. Das beobachte ich schon die letzten Jahre und kann mir da keinen Reim drauf machen.


Was ich dieses Jahr für einen Fall hatte, was wohl eine absolute Seltenheit ist, ist die Aufzucht eines Weisenfohlens durch unsere Jasmin.
Was wohl normal ist, ist das eine Stute ein Fohlen annimmt wenn sie ihres gerade nach der Geburt verloren hat. Das war aber bei Jasmin zum Glück nicht der Fall. Wir hatten Jasmins Fohlen im Alter von 6 Monaten abgesetzt und auch gleich dem neuem Besitzer übergeben, so das sie es nicht mehr hörte. Das war gut eine Woche her als Moony bei der Geburt verstarb. Jasmin war da im 5ten Monat tragend. Die Tierärztin fragte ob wir nicht eine Stute mit Milch hätten, mir kam die Idee mit Jasmin, wir sedierten sie ganz leicht, eigentlich unmerklich. Erst quitschte sie einmal, beschnüffelte die Kleine dann ausgiebieg, lies sie saufen, zum Glück hatte sie noch Milch, und schon war es ihr Fohlen. Ich saß weinend bei ihr in der Box. Sie schaute zu mir, dann zu der Kleinen. Es war ein Wunder. Und ich sage immer noch, mein Schatz Jasmin hat das für mich getan. Anders kann ich mir das fast nicht erklären.
Also was ich so gehört und nachgeforscht habe, ist das wirklich extremst selten das eine Stute deren Fohlen normal abgesetzt wurde, ein fremdes aufzieht. Und sie hat es super gemacht.


Was ich sehr schön finde ist es zu beobachten, wie sehr doch Familien zusammen gehören, und sich auch immer wieder erkennen, und von diesen Pferde deutlich mehr dulden, als von anderen.
Wir hatten May ein halbes Jahr vor Dream gekauft. Als wir Dream dann noch holten, erkannte diese sofort ihre Mama, und steht seit dem auch nur mit ihr zusammen. wobei sich ihre andere Tochter Nimara von der Grupp egelöst hat und lieber mit den Gleichaltrigen zusammen ist.
Als May das erste mal mit ihrem neuem Fohlen auf die Koppel kam, durfte Dream dann auch gleich nah an die Kleine ran. 5 Minuten später verteidigte diese dann auch hscon ihre kleine Schester gegen zu neugierige Artgenossen. May überlies ihr die Rolle der großen Schwester, und widmete sich dem frischen Gras, anstatt sich zu stressen und ihr Fohlen abzuschirmen, wie es andere Stuten machen, die das Fohlen das erste mal der Herde vorstellen. Sie wusste scheinbar ganz genau das Dream auf sie aufpasst und keinen ran lassen würde. Nimara durfte allerdings ihre Schwester nicht aus der Nähe begrüßen.

Pepper und Kassy hängen auch immer zusammen, ziehen auch ihre Fohlen gemeinsam auf, Oma hilft immer mal wieder nach wenn Peppers Fohlen ihr auf der Nase rum tanzt. Sie geht aber dann auch direkt zu Kassy, hilf mal!!!!!!!!!!!!! Allerdings wissen die Fohlen da trotzdem wo sie hin gehören. Denn es muß trotzdem jede Mutter selbst auf ihr Kind aufpassen, es wird weder der Enkel, noch das Halbgeschwister vom Familienmitglied beschützt.

Anders bei Leony und Ginger. Leony hat ihr Kind, also Ginger, so erzogen das sie zu ihr kommen mußte wenn sie was wollte. Die konnte wiehernd über die Koppel rasen, Leony hat nichts gesagt und gewartet bis sie sie fand. Basta. Ebenso handhabt das Ginger. Also prägt die Erziehung der Mutter das Fohlen gewaltig. Da ist auch beim in die Box reinführen egal wo der Kleine ist, der kommt schon, ich freß erst mal.
Da der Kleine so selbständig erzogen wird, kann es auch mal sein das er bei der Oma mitläuft, ist ja auch gelb..... Wir haben dann immer das Sortier Problem. Weil Oma ihn ja auch duldet, nur saufen geht natürlich nicht.
Oma passt auch auf den Kleinen mit auf, sie führt im Moment kein eigenes Fohlen, ist aber wieder tragend. Wenn jemand in die Nähe von Akando kommt der nicht darf, gibts Ärger.




 
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